Dinslakener Flüchtlingsrat besteht seit 25 Jahren

Flüchtlingsrat Dinslaken 2018
Flüchtlingsrat Dinslaken 2018

Im Jahre 1990 gründete sich aus Mitgliedern der evangelischen und katholischen Gemeinden in Dinslaken und Hiesfeld der Flüchtlingsrat. Der Brandanschlag 1991 in Hünxe auf ein Asylbewerberheim ließ die Gruppe in ihrem Engagement immer stärker werden. 1993 kam es sogar zu einem Kirchenasyl für eine kurdische Familie in den Räumen der Erlöserkirche.

Von Anfang an wurde vom Flüchtlingsrat die Kleiderstube in der Fliehburg aufgebaut, die bis heute existiert. Zurzeit arbeiten rund um Rosi Hannemann ca.14 Ehrenamtliche dort mit und geben für die Bewohner montags, mittwochs und freitags  die wohlsortierten Kleidungsstücke, Hausrat und vieles mehr aus. Dadurch entstanden viele Kontakte zu den Flüchtlingen und so manchem konnte - nicht nur durch Kleidung - geholfen werden. Durch das im Laufe der Zeit entstandene Vertrauen konnte so manches Problem gelöst werden.  Darüber hinaus entstand Anfang der 90 er Jahre  in der Fliehburg der Frauentreff. Inzwischen sind viele der ehemaligen Teilnehmerinnen aus der Fliehburg in Wohnungen im Stadtgebiet gezogen, wo sie mit ihren Familien nun leben. Seit Juli 2000 treffen sich ehemalige Bewohnerinnen der Fliehburg einmal im Monat im Pfarrheim an der Heilig Geist Kirche in Hiesfeld. Dieser Frauentreff International wird inzwischen von ca. 40 Frauen aus 8 Nationen besucht. Die nachgehende Begleitung ist auch eine wichtige Aufgabe des Flüchtlingsrates.

Im Juni 2015 formierte sich der Flüchtlingsrat neu, da die Zahl der Bewohner in der Fliehburg anstieg. Im Jahre 2016 waren es knapp 1000 Menschen. Neben der Begleitung der Flüchtlinge, ist die Vernetzung der Akteuire  in Dinslaken notwendig geworden. Anfang 2018 wurde aus der Initiative ein Verein, der sich folgende Statuten gab. 

Der Flüchtlingsrat ist überparteilich und überkonfessionell und will eine Lobby für Flüchtlinge in Dinslaken sein und die Arbeit der Menschen, die in der Flüchtlingsarbeit engagiert sind, vernetzen und unterstützen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsrat NRW und Pro Asyl gibt es die Möglichkeit sich fortzubilden und über die neuesten Entwicklungen informiert zu sein.

Interessierte Menschen können sich wenden an:

Bärbel Radmacher, Tel. 02064 - 4771149 (Sprecherin des FR Dinslaken)

E-Mail: baerbel.radmacher@t-online.de

Antje Breuking: 02064 - 4814964 (stellv. Sprecherin des FR Dinslaken)

Siehe auch den Presseartikel in der RP-Online vom 10.10.2015 und in der Westen vom 21.10.2015.

Falls Sie den Flüchtlingsrat unterstützen möchten: hier unsere Kontoverbindung:
Flüchtlingsrat Dinslaken
Niederrheinische Sparkasse RheinLippe
BIC: WELADED1WES
IBAN: DE56 3565 0000 0001 0262 02